Risiko-Lebensversicherung
Der plötzliche Tod des Hauptverdieners
ist für die Hinterbliebenen nicht nur eine persönliche Katastrophe.
Auch finanziell kann er eine Familie in den Abgrund stürzen - etwa,
weil das Eigenheim weiter abbezahlt werden muss. Doch zumindest gegen
den finanziellen Ruin kann man sich versichern - mit einer Risiko-Lebensversicherung.
Preiswerter
Schutz
Anders als die so genannte Kapitallebensversicherung
zahlt die Risikolebensversicherung
nur, wenn der Versicherungsnehmer während der Laufzeit stirbt. Ist
er am Laufzeit-Ende putzmunter, gibt es keinen Cent. Dafür sind diese
Policen um ein vielfaches günstiger als Kapitallebensversicherungen:
Ein 30-jähriger Nichtraucher zahlt bei einem preiswerten Anbieter
einen Jahresbeitrag von knapp 120 Euro bei einer Versicherungssumme von
150.000 Euro, berichtet die Stiftung Warentest, die unlängst zahlreiche
Anbieter verglichen hat.
Gleiche Leistung
- große Beitragsunterschiede
Allerdings gibt es erhebliche Preisunterschiede. Die Leistungen hingegen
sind bei allen Anbietern fast identisch. Deshalb raten die Warentester,
vor allem auf einen günstigen Preis zu achten.
Wählen
kann man zwischen zwei Varianten:
- Todesfallbonus:
Die Beiträge bleiben immer gleich, die Versicherungssumme sinkt oder
steigt - je nachdem, wie sich die Überschüsse der Versicherungsgesellschaft
entwickeln.
- Beitragsverrechnung: Die Versicherungssumme ist fest, die Beiträge
variieren - abhängig davon, wie sich die Überschüsse der
Versicherungsgesellschaft entwickeln.
Je höher
das Todesrisiko, desto höher die Prämien. Prinzipiell gilt:
- die Prämien
für Frauen sind günstiger als die für Männer
- Raucher zahlen mehr als Nichtraucher
- Ältere zahlen mehr als Jüngere
- Wer zu einer Risiko-Berufsgruppe gehört (zum Beispiel Polizisten)
muss höhere Beiträge zahlen.
- Wer Risiko-Sportarten betreibt, muss mit einem Prämien-Aufschlag
rechnen
- Motorradfahrer zahlen mehr.
Aufschläge
bei Vorerkrankungen
Auch wer an (chronischen) Krankheiten leidet oder in der Vergangenheit
schwer erkrankt war, muss in der Regel mehr zahlen. Schlimmstenfalls kann
ein Versicherungsunternehmen Sie auch ganz ablehnen. Wichtig: Fragen zum
Gesundheitszustand und Vorerkrankungen muss man unbedingt vollständig
und richtig beantworten. Wer hier flunkert, riskiert, dass die Versicherung
im Ernstfall die Zahlung verweigert.
Übrigens: Die Versicherungsgesellschaften fordern ab einer bestimmten
Versicherungssumme (die je nach Gesellschaft deutlich variieren kann)
eine Gesundheitsprüfung.
Wer die Absicherung
braucht
Besonders wichtig ist eine Risiko
Lebensversicherung für junge Familien mit Kind(ern), die ein
Haus gebaut oder eine Immobilie erworben haben und nur über geringe
finanzielle Reserven verfügen. Verdienen beide Ehepartner, kann auch
eine so genannte verbundene Risikolebensversicherung
(Partnerpolice) sinnvoll sein. Sie zahlt beim Tod eines Partners dem Hinterbliebenen
die Versicherungssumme, und ist etwa zehn Prozent günstiger als zwei
separate Policen, wissen die Experten von der Stiftung Warentest.
Weitere Infoquellen:
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