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Die
Gesundheitsreform - Frage eines Verbrauchers
Nach Einschätzung
von Verbraucherschutzexperten, Zahnärzten und der Berichterstattung
in den Medien, ist es zur Zeit nicht ratsam weder eine Pflichtversicherung
noch eine Zusatzversicherung für Zahnersatz abzuschließen,
weil die Versicherungsbranche derzeit neue Angebote erarbeitet und also
zumindest das 4. Quartal abzuwarten ist, um dann die entsprechenden neuen
Angebote vergleichen zu können? Wie schätzen Sie diese Entwicklung
ein? Wird es ggfs. komplett neue Versicherungsprodukte geben, weil es
dann ja möglich sein wird, den Zahnersatz komplett privat zu versichern?
Und, wird sich die "Pflichtversicherung" bei privaten
Krankenersicherung von der Pflichtversicherung der GKV unterscheiden?
Antwort erteilt Hans Waizmann, von www.hanswaizmann.de:
Nach bisherigen Wissen und unserer über 10-jährigen Erfahrung,
sind die meisten Angebote der gesetzl. Kassen schon am Markt und wir rechnen
nicht mit nennenswert besseren Zusatzversicherungen für Zahnersatz.
Da ich seit über 11 Jahren das Thema systematisch erforsche, habe
ich mir erlaubt, zuerst (vgl. ganz unten) Aussagen über Verbraucherberatungen
zu geben, die leider zum hier vorliegenden Thema Zahn-Zusatzversicherungen,
nachweislich, seit Jahren keine hilfreichen Aussagen machen. Das finde
ich ziemlich ärgerlich für jeden Endverbraucher, weil gerade
bei diesem komplizierten Thema, objektive Hilfe sehr von nöten wäre.
Kurz ein paar Argumente: Normal müßte Zahnersatz schon längst
als Kassenleistung völlig abgeschafft worden sein, wie im Rest Europas
das schon längst der Fall ist. Ich habe 1993 mit demThema begonnen
und verfolge das alles ganz anders. 1997/98 wurde dann die ZE-Leistung
für vor 1978 geborene Kinder abgeschafft. Damals hatte ich die äußerst
aufwändige Arbeit alle Tarife zu prüfen, die es kurzfristig
neu gab, über 50 um in einem Fachartikel festzustellen, dass von
allen nicht einmal ein handvoll in frage kommen (Veröffentlichungen
im Dentalsspiegel 1998). Das alles wurde aber rückgängig gemacht,
die ganze Arbeit auch umsonst. Jetzt zur Ausgliederung Zahnersatzleistung
ab 2005. Was passiert da, es ist geplant m.W. 28 Festzuschüsse also
ein Katalog. Der Zahnarzt schaut in Mund sagt ihnen, es liegt Befund für
eine Krone vor, dafür steht fix ein Festzuschuß 270 Eur (wir
alles noch verhandelt, aber da wird es liegen). Davon kriegen Sie dann
die bisherigen 50 %, 60, oder 65 % max. 175,50 Eur oder min. 135 Eur.
Diese ZE-Pflichtversicherung wird 6, 8, ggf. 10 eur als Familienversicherung
kosten muß einheitliche Leistungen haben und für sowenig Geld
ist klar, die Leistung wird nochmal geringer (mit geringen Ausnahmen).
Denn eine Krone mit Keramikverblendung mit ggf. sonstigen Extras kann
auch gut 1000 Eur kosten (Vergleichstabellen
private Krankenversicherung). Nun haben die gesetzlichen Kassen, die
ja schaft auf Zusatversicherungen waren, hart verhandelt und behaupten
jede für sich, Sie hätten hier ganz tolle Tarife für Ihre
Versicherten exklusiv. Diese habe ich beurteilt von den größten
gesetzl. Kassen und die Leistungen kommen nicht an das, was ich in langjähriger
Tätigkeit als beste Möglichkeit in der Homepage aufzeige. Da
den Kassen ja bekannt war die Ausgliederung von ZE ab 2005, können
sie davon ausgehen, dass man in dieser Hinsicht die Tarife bereits abgestimmt
hat. Es gibt 2 Richtungen: Erstens die Kostenerstattungstarife, hier kommt
tatsächlich tröpfelweise neue Angebote, nur das können
sich die wenigsten leisten für eine Person kosten Zahn- und ambulanter
Tarif womit man durchgängig Privatpatient wäre (z.b. Central,
ARAG etc. bieten sowas schon, je nach Eintrittsalter 50, 100 oder noch
vielmehr Eur mtl. Eine Familie mit 2, 3 Personen daher mal 2 oder Faktor
3 und mehr. Unerschwinglich. Spitzen- oder Gutverdiener versichern sich
stattdessen voll privat. 2.Richtung bezogen auf die Festzuschüsse
Tarif mit 35 % z.B. wie von der Continentalen sind schon auf den Markt
gekommen (Tarif CEZ) ist schlechter als davor. Werbung Sie kommen auf
100 % Erstattung, ja von was? Nicht bezogen auf 1000 Eur was der Zahnarzt
ingesamt verlangt sondern auf Festzuschuß (sh. oben Beispiel) also
Differenz zu 270 Eur. Inwieweit dann Mehrkosten übernommen werden
darauf kommt es an. Auch noch viele andere Restriktionen insbesondere
beim Abschluß. Eine LKH verlangt ab vorhandensein von 7 Kronen/ersetzten
Zähnen sage und schreibe Extra- Zuschlag von 10 Eur. Ich beobachte
seit über 10 Jahren alles äußerst genau. Natürlich
rechne ich auch mit neuen Angeboten. Aber aufgrund der niedrigen Festzuschüsse,
erwarte ich allenfalls sogar Angebote mit Augenwischereitaktik, so wie
ich es eben beschrieben habe. Ich habe mir erlaubt, meinem Ärger
Ausdruck zu verleihen, dass es schon seit Jahren heißt Zahntarife
gäbe es keine guten und man könne das gar nicht empfehlen. Da
kenne ich mich eben besser aus. Und was Zahnärzte empfehlen oder
über Zusatzversicherungen (Kennzahlen
privater Krankenversicherungen) wissen ist noch schlechter. Wir haben
fast 10.000 Personen befragt. Weniger als 5 % also nur 500 Personen haben
angekreuzt, dass Sie früher mal gut vom Zahnarzt über das Thema
infomiert wurden, alle anderen wurden nie bis mangelhaft informiert. Also
das Thema interessierte Zahnärzte bislang nie ernsthaft, eher schon
die Höhe der Rechnung. Ich hoffe wir konnten Ihnen aufzeigen, was
hinsichtlich neuer Tarife realistisch noch zu erwarten ist: Nach meiner
Meinung, werden Tarife in der Qualität wie es die Signal, ARAG oder
z.B. AxA derzeit bieten, noch lange unübertroffen sein. Ausnahme
die Kostenerstattungstarife, welche aber für die meisten unerschwinglich
teuer sind.
Weitere Infoquellen:
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